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Rede des Oberbürgermeisters Frickenstein (21)

Die Klasse 11d hat sich mit der Rede des Oberbürgermeisters Frickenstein in Emden vor dem zerstörten Rathaus am 10.06.1945 auseinander gesetzt.

Von Selina Keil, Alina Petersen, Liam Schüürmann und Julia Seelig

Der ehemalige Emder Oberbürgermeister Frickenstein wendete sich am 10. Juni 1945 in Form einer Rede an die Bevölkerung der Stadt Emden. Anhand einiger Leitfragen lässt sich aus dem Inhalt seiner Rede ein guter Überblick darüber gewinnen, wie es aus seiner Sicht um Emden bestellt war, welche Gedanken ihm wichtig waren, und welche Maßnahmen er vorsah, um die Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder aufzubauen. Auch wird seine Haltung zur Zeit des Nationalsozialismus im Allgemeinen deutlich.

Was ist der Anlass? Was geschah zuvor? Wer ist dieser Frickenstein?

Der Oberbürgermeister Frickenstein wurde, als Führer der Demokraten, 1933 nach 15 Jahren aus dem Rathaus gesetzt, dies ist zum Zeitpunkt der Rede über zwölf Jahre her. Die Nazis übernahmen die Regierung, Gegner wurden ins Gefängnis an der Ringstraße geliefert. Am 1. Mai bekannte sich der größte Teil der Bevölkerung zu der nationalsozialistischen Bewegung. Sie glaubten, Hitler würde seine Versprechen an alle Berufskreise nun halten. Frickenstein spricht vom zweite Weltkrieg bzw. dem dritte Reich als schlimmstes Gottesgericht seit der Sintflut, und sein Versprechen, dass Deutschland nach 10 Jahren unter ihm nicht mehr wiederzuerkennen sein würde, habe Hitler gehalten.

Was für ein Erbe hinterließ die Zeit des Nationalsozialismus?

Der Nationalsozialismus zerstörte Leben und Häuser und hinterließ Verwüstung und Trümmer. Frickenstein verweist darauf, dass die Deutschen sich in Sicherheit vor Dummheit, Eigennutz wähnten, da sie glaubten, sie hätten ewig währende Vernunft erworben. Er spricht ferner darüber, dass sie die Nationalsozialisten in dem Glauben gewählt hätten, dass einfache Arbeiter und andere Minderheiten ihnen nicht gleichgestellt sein dürften, doch dieses System funktionierte nur unter Einsatz von teils extremer Gewalt. Jüdische Bürger wurden unter den Augen der Öffentlichkeit systematisch ermordet, ihre Synagogen auf offizielle Befehle hin verbrannt und sämtliche deutschen Materialien und Dienstleistungen wurden für die Aufrüstung missbraucht, da die Nationalsozialisten den Krieg als unumgänglich betrachteten. Somit hatten sie auch keine moralischen Bedenken, sondern sahen einen unangekündigten Kriegsanfang als strategischen Vorteil der unvorbereiteten Welt gegenüber. Auf die ganzen Zusammenhänge geht er hier nicht weiter ein, doch die nächsten Jahre würden mit der Aufklärung gefüllt werden. Selbst wer am Anfang noch an den Nationalsozialismus glaubte, müsse im Angesicht dieser Gräueltaten zu klarem Verstand gekommen sein, so Frickenstein.

Was soll nun werden, welche Probleme gibt es?

Das Problem ist dreifach: ein geistiges, ein wirtschaftliches und ein politisches Problem, wobei das geistige Problem an erster Stelle steht. Das Lösen dieses Problem sei die Grundvoraussetzung für alles andere. Das Volk könne nur wieder gesund werden, wenn eine Gesundung aus seinem inneren Leben seiner Seele und seines Geistes erfolgt. Dieser Effekt der Gesundung werde nicht hervorgerufen durch Verhandlungen oder Verträge.

Welche Rolle spielt die Kirche?

Frickenstein ist überzeugt davon, dass die Kirche auch eine führende Rolle spielen muss. In den Jahren des Dritten Reiches sei die Religion seine beste und letzthin einzige Stütze gewesen, und nur deswegen sei er nie vollends dem Ungeist des Nationalsozialismus erlegen.

An welchen Werten solle man sich zukünftig orientieren?

Frickenstein sagt, alle Intellektuellen sollen ihre aktive Mitarbeit nicht versagen, denn sie leisten der Allgemeinheit, aber auch sich selbst den besten Dienst. Eine Umformung aller bisherigen geistigen und kulturellen Werte sei eine Selbstverständlichkeit und Frickenstein wolle die 10 Gebote wieder als moralische und ethische Grundlage verwenden, während er neben dem Nationalsozialismus auch den Militarismus im bisherigen Sinne als fortan sinnlos betitelt.

Wie soll es nach den Jahren der furchtbaren Diktatur mit der Politik weiter gehen?

Frickenstein denkt, dass es leicht sein sollte, für alle Parteien eine gemeinsame Grundlage zu finden. Er findet, dass die Demokratie nach dieser furchtbaren Diktatur eine Selbstverständlichkeit für sein Volk werden sollte.

Wie möchte Frickenstein mit der Demokratie weiter machen?

Frickenstein findet, dass die Demokratie auf der ganzen Welt wie eine Einheitsfront gegen Diktatoren werden müsse. Er möchte, dass das Volk durch die Demokratie wieder die Aufnahme in die Gesellschaft finde.

Warum besteht eine Wechselbeziehung zwischen Emden und den Niederlanden?

Frickenstein erwähnt, dass wir Teil des Grenzgebiets seien und dass viele unserer Freunde und Verwandten in den Niederlanden leben. Laut Frickenstein haben wir durch Jahrhunderte eine Wechselbeziehung mit unserem Nachbarland geführt. Es gab Zeiten, in denen Niederländer um ihres Glaubens Willen verfolgt worden seien und Zuflucht in Emden gefunden haben. Nach dem Ersten Weltkrieg seien die Niederlande direkt zur Stelle gewesen, um uns zu helfen. Frickenstein erwähnt, dass er sich für sein Volk geschämt habe, als Deutschland 1939 den Krieg in die Niederlande trug.

Wie kam es dazu, dass Frickenstein Oberbürgermeister wurde?

Er wurde durch den Militär-Gouverneur als Oberbürgermeister der Stadt bestellt. Frickenstein selber sagt, dass er in Wirtschaft und Politik auch andere Möglichkeiten gehabt hätte, die ihm ein ruhigeres Leben beschafft hätten, er wollte aber in Ehren in die Stadt zurückkehren, aus der er einst vertrieben wurde.

Was waren die Voraussetzungen Frickensteins, sein Amt zu übernehmen?

Ihm sei wichtig gewesen, dass die Parteien, das Zentrum, die Demokraten, die Sozialdemokraten und Kommunisten, die gemeinsam vor 1933 den Nationalsozialismus bekämpft hatten, ihm ihr Vertrauen aussprachen. Dies sei durch die Vertreter, die noch die genannten Gruppen vertreten, geschehen.

Warum ist Frickenstein auf sein Amt so stolz?

Er ist stolz, weil viele Leute aus seinem Volk an ihn heran getreten seien und er weiß, dass viele ihm vertrauen. Jenes Vertrauen weiß er zu schätzen.

Was ist für die Neuordnung der Verwaltung im Zuge des Wiederaufbaus relevant?

 Frickenstein setzt auf eine Zusammenarbeit der Arbeiterschaft und möchte dabei Arbeiter aus verschiedenen Berufs- und Wirtschaftskreisen der Stadt einbinden. Er wolle des Arbeitsamt umgestalten und dafür sorgen, dass Unterstützern des Nationalismus keine Plattform in wichtigen Ämtern gegeben werde. Ferner bürgt er dafür, dass bei der Umgestaltung des Arbeitsamts wie auch der restlichen Behörden nichts versäumt werde und bittet bezüglich dieses Prozesses um Geduld.

Wie solle man mit der Besatzungsbehörde zusammenarbeiten?

Frickenstein sagt, man müsse Rechnung tragen für die bestehende Kollektivschuld des Nationalsozialismus, und erinnert daran, im Falle von Belastungen durch militärische Einschränkungen daran zu denken, wie destruktiv dagegen der Nationalsozialismus vor allem im Ausland, aber auch in Deutschland selbst war. Er appelliert an die Bevölkerung: Man solle die Erwartung des Militär-Gouverneurs erfüllen, freiwillig im gemeinsamen Interesse der Bevölkerung zu handeln, ohne, dass es zu, Einsatz der Machtmittel der Besatzungsbehörde komme. Des Weiteren setze der Militär-Gouverneur auf die größtmögliche Erzeugung aller Nahrungsmittel sowie die bestmöglichste Lagerung derer zur Verhinderung von jeglichem Verderb. Dabei handele es sich um eine „unbedingte Lebensfrage“ — man könne nicht auf eine Zufuhr aus dem geschwächten Ausland setzen.

Wie sieht es mit Lösungen für die problematische Wohnungslage aus?

Hier spricht Frickenstein das Problem der Möbelbeschaffung an. Er wolle um Hilfe aus unberührten Bereichen Ostfrieslands bitten und stützt dies auf eine christliche Forderung, nach welcher in diesem Kontext derjenige, der mehr Möbel als nötig besitze, den Überschuss an Bedürftige abgeben solle.

Was für ein Fazit setzt Frickenstein an das Ende seiner Rede?

Frickenstein redet davon, dass seine Ausführungen viele nun konstant relevante Aspekte und Fragen behandelt oder gestreift haben. Es liege noch viel Arbeit vor der Bevölkerung, und für die nötige Veränderung sei durchaus ein Wille vorhanden. Zuletzt spricht er einen weiteren Appell an die Bevölkerung aus, sich aus der Macht der Notwendigkeit heraus gegenseitig zum lebendigen Zusammenwirken aufzufordern.

Frickenstein spricht in der vorliegenden Rede unterschiedliche Aspekte des Wiederaufbaus und der Lage Emdens an und legt dabei verschiedene Pläne, Ansätze und Ziele dar. Es wird deutlich, dass ihm das Wohl der Stadt am Herzen liegt und man bekommt den Eindruck, dass er alle möglichen Mittel dafür mobilisieren möchte, Emden so gut wie möglich wiederaufzubauen und gewissermaßen nachhaltig zu verbessern. Er stützt sich an mehreren Stellen direkt oder indirekt auf christliche Gedanken, und es gelingt ihm, klar auszudrücken, dass er sich von dem Nationalsozialismus distanzieren möchte und ihm zukünftig keineswegs eine Plattform bieten möchte. Auch nimmt er eindeutigen Bezug auf die allgemeine Lage, in der sich das besetzte und zerstörte Deutschland befindet, sodass die Kollektivschuld des Nationalsozialismus sowie die Zusammenarbeit mit der Besatzungsbehörde, also zwei Aspekte, die für ganz Deutschland äußerst wichtig sind waren, definitiv bedacht und berücksichtigt werden. Eine weitere interessante Ebene besteht darin, dass Frickenstein stets sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen erzählt und argumentiert, wodurch seine Glaubwürdigkeit durchaus erhöht wird und wir als diejenigen, die die vorliegende Rede Jahre später und vor einem noch breiteren historischen Kontext untersuchen, einen sehr differenzierten Einblick in die damalige Zeit und die damalige Lage Emdens erhalten.

Rede des Oberbürgermeisters Frickenstein

Blogeintrag von Zoe, Henrike und Tristan

Georg Frickenstein, war ein liberaler Politiker, der nach dem zweiten Weltkrieg von der britischen Regierung zum Oberbürgermeister erklärt wurde. Auch vor dem Krieg war er in Emden politisch sehr engagiert und war Führer gegen den  Nationalsozialismus . Er hielt diese Rede am 10. Juni 1945 vor den Trümmern des Emder Rathauses. Trümmer des Rathauses nach einem Luftangriff am 6.9.1944

stichpunktartige Zusammenfassung: – Frickenstein war selber von der Übernahme Emdens betroffen und war für kurze Zeit im Gefängnis – Emden wurde im zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört – Aufklärung über das systematische Morden von Millionen von Juden – Das System Nationalsozialistisches Deutschland ist so erbärmlich, ehrenlos und v

ollständig untergegangen wie kein anderes – Erinnerung daran wie hart Nazis gegen Andersdenkende vorgegangen sind – Blick in die Zukunkft mit neuen religiösen, sozialen und politischen Idealen – Umwälzung in geistig-kulturellen Hinsichten muss geschehen Emden am NSDAP Parteitag 1939 – Die 10 Gebote sollen wieder Grundlage aller Moral und Ethik werden – Es solle keine weiteren Rassenmethoden und Ausrottungen geben – Richtlinien zur Bekämpfung des bestehenden wirtschaftlichen Problems werden von den Vereinten Nationen gestellt – Demokratie sollte wieder zur Selbstverständlichkeit werden – Es darf nie wieder eine solche Diktatur entstehen – Durch den Grundgedanken der Demokratie wird das deutsche Volk irgendwann wieder in der Gemeinschaft der Völker wilkommen sein – Hoffnung auf Wiederaufnahme der Wechselbeziehung und gegenseitigen Hilfen mit der Niederlande -Ausmerzung derer, die den Nationalsozialismus besonders unterstützen Wiederaufbau Emden -Einvernehmen mit der Besatzungsbehörde für eine gute Wiederaufbauarbeit – Alle stehen unter einer Kollektivschuld und tragen Rechnung – Ziel ist der vollständige Wiederaufbau der Stadt Die Rede endete mit den Worten : Gott gebe unserem Werk seinen Segen, dass neues Leben aus den Ruinen unserer lieben Heimatstadt Emden erblühen möge !

Unsere Stellungnahme zu seiner Rede : Wir stellen uns ganz klar hinter Frickenstein. Unserer Meinung nach war die Rede sehr bedeutsam, da er den Bürgern Emdens Hoffnung gegeben und Mut gemacht hat. Seine Meinung sticht durch seine Entschlossenheit heraus, wodurch die Bürger Sicherheit erfahren. Frickenstein hat die Emder dazu ermutigt zu helfen und zusammen einen Wiederaufbau zu schaffen. Wir unterstützen besonders die angesprochenen Punkte, dass nie wieder eine solche Diktatur entstehen darf und dass die Demokratie eine Selbstverständlichkeit sein muss, auch heute noch. Außerdem denken wir, dass er für diese schwere Zeit der richtige Bürgermeister war.

Quellenarbeit zur Rede des OB Frickenstein

Zusammenfassung der Rede:

Der damalige Oberbürgermeister Frickenstein hielt von der Trümmerstätte des Emder Rathauses aus am 10.Juni 1945 eine Rede, in der er über die Zustände in der Stadt Emden berichtet und über die Möglichkeiten spricht, wie man die Stadt wieder aufbauen könnte. Es geht allerdings nicht nur um den Zustand der Stadt, sondern auch um den Zustand der Menschen, der Wirtschaft und der Politik. Zuallererst schildert er den Zustand nach dem Krieg und geht auf die Verwüstung und Zerstörung des Landes ein, aber auch wie die Menschen behandelt und die Juden ausgerottet wurden. Viele Menschen verloren ihr Leben und die Wirtschaft wurde völlig zerstört. Zudem wurden die Menschen dazu gezwungen, gegen ihre eigentliche Überzeugung, den Kirchengemeinschaften den Rücken zu kehren. Nach seiner Schilderung der tatsächlichen Lage redet er über den Wiederaufbau, angefangen mit dem geistigen Problem und folgend das wirtschaftliche und politische. Frickenstein ist der Ansicht, dass die Lösung des geistigen Problems die Lösung für alles andere sei und für weite Kreise des Volkes durch die Kirche eine führende Rolle spielen muss. Alle Menschen guten Willens müssen nun zusammenhalten und eine Einheitsfront zum Wiederaufbau bilden, bei der diejenigen, die sich gegen den Nationalsozialismus stellten ganz vorne stehen sollen, aber auch diejenigen, die aus wirtschaftlicher Abhängigkeit nachgaben, aber dennoch einen ehrlichen Willen haben, können mithelfen. Für das geistige Problem, aber sich für das kulturelle, ist eine Umwälzung und Umformung aller bisherigen Werte wichtig und um das zu erfüllen könnte die Einführung der zehn Gebote zur tragenden Grundlage des Morals und der Ethik der beste Weg sein. Anschließend redet er über das wirtschaftliche Problem und seine Lösung. Frickenstein sieht es als Notwendigkeit, dass für alle Parteien eine gemeinsame Grundlage gefunden wird, diese Grundlage soll die Demokratie beinhalten. Sie soll seiner Ansicht nach eine Selbstverständlichkeit werden, da eine Diktatur, aufgrund der vorherigen Ereignisse, nicht mehr in Frage kommen darf. Er bezieht sich außerdem auch noch auf die freundschaftliche Verbindung mit der Niederlande, denn sie standen seit Jahrhunderten in einer Wechselbeziehung. Als tausende von Niederländern verfolgt wurden fanden sie nämlich damals Zuflucht in der Stadt Emden und als etwas später, nach dem ersten Weltkrieg, eine Not über Deutschland kam, bekamen sie ebenfalls Hilfe von den Niederländern. Danach geht Frickenstein noch allgemeiner auf die Stadt Emden ein, denn die Stadt bleibt immer im Herzen der damaligen Bewohner, sodass es sie immer wieder zurück an diesen Ort führt, egal unter welchen bescheidenen Bedingungen sie dann leben müssten. Es soll außerdem die Hoffnungen derjenigen erfüllt werden, die besonders unter der nationalsozialistischen Situationen gelitten haben. Dies bezieht sich besonders auf die politischen und kirchlichen Kreise. Da die Möglichkeiten begrenzt sind, aufgrund der Lage des Oberbürgermeister, der die ganze Stadt wieder neu aufbauen muss, ist es wichtig der Führung Vertrauen zu schenken. Die Bevölkerung soll außerdem verstehen, dass es an ihnen liegt eine freundliche Atmosphäre zu schaffen, denn sie müssen für den Wiederaufbau mit der Besatzungsbehörde zusammenarbeiten. Ein wichtiger Begriff der sich auf den Wiederaufbau bezieht ist das Wohnungsproblem, denn hier soll sich einiges ändern, jedoch soll auch hier wieder Geduld ausgeübt werden.

Kontext:

Die Rede wurde vom Oberbürgermeister Frickenstein am  10. Juni  1945 gehalten. Sechs Jahre vorher hat der 2.Weltkrieg begonnen (1939 – 1945). 1945 gab es die sogenannte ,,Stunde Null“. Der 2 Weltkrieg war zu ende, die Städte waren zerstört, die Menschen hatten keine Häuser mehr und die Menschen mussten auf den Straßen kochen. Es war alles auf ,,Null“ gestellt. Viele haben auf Befreiung gehofft, aber für sie war es noch keine Befreiung. Sie hatten eine ungewisse Zukunft, keine direkte Rückkehr zur Normalität, Hunger und Unzufriedenheit. Erst 40 Jahre (1985) später akzeptierten die Menschen den Begriff ,,Befreiung“. Der Oberbürgermeister spricht unter anderem über die Zustände der Stadt Emden und über die Menschen.